Software und Technik
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onlineshop-basics

ERP-Systeme, Enterprise Ressource Planning

Modernisierung des Onlineshops durch ERP-Systeme

Konsumenten haben einen hohen Anspruch an einen Onlineshop. Sie wollen eine große Auswahl, die ihnen selbstverständlich permanent zur Verfügung steht. Die ausgesuchte Ware möchten sie heute bestellen und am besten gestern schon geliefert bekommen. Außerdem vergleichen Sie die Angebote, um auch wirklich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Das bedeutet für Onlineshop-Betreiber, dass sie nicht nur schnell auf Veränderungen des Marktes reagieren müssen. Gleichzeitig stehen sie immer in direkter Konkurrenz um Neu- und Bestandskunden mit den anderen Shops. Mit einer zentralen Steuerung aller Geschäftsprozesse kann man nicht nur die Wünsche der Konsumenten erfüllen, sondern sich gleichzeitig gegenüber anderen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Geeignet ist dafür ein sogenanntes Enterprise-Resource-Planing-System. Was sich hinter dem Namen verbirgt und inwiefern es Shop-Betreibern dabei hilft, die Nase vorn zu behalten, erfahren Interessierte in diesem Artikel.

ERP und Warenwirtschaft
ERP-Systeme helfen bei der professionellen Organisation des Onlineshops (©Bankrx_shutterstock.com)

ERP – die Schaltzentrale im Hintergrund

Viele Shop-Betreiber haben mit der Last der komplexer werdenden Strukturen ebenso zu kämpfen wie mit den vorhandenen Prozessen, deren Durchführung immer anspruchsvoller wird. Gerade die Materialbedarfsplanung ist zum Beispiel ohne eine entsprechende Software kaum noch zu stemmen. An diesem Punkt kommt ein ERP-System ins Spiel. Es hilft Unternehmern dabei, die vorhandenen Ressourcen nicht nur bedarfsgerecht zu planen und zu steuern – sondern ebenfalls dabei, diese Vorgänge rechtzeitig durchzuführen!

Ein Beispiel:

Zunächst einmal muss man wissen, welche Bereiche zu den Ressourcen eines Shops gehören:

  • Personal
  • Finanzen (u.a. Buchhaltung und Kosten)
  • Vertrieb
  • Material
  • Kommunikation
  • Marketing

Jeder einzelne Faktor baut auf dem anderen auf, damit sich die Räder unaufhörlich drehen. Im Falle eines Onlineshops wäre es beispielsweise ein Fiasko, wenn er bereits angenommene Bestellungen durch einen plötzlichen Versorgungsmangel nicht bedienen könnte. Die Verbraucher würden ihre Anfragen zurückziehen, eine schlechte Bewertung hinterlassen und sich für künftige Käufe einen anderen Shop suchen, der ihre Bedürfnisse besser stillen kann. Und das wäre nur ein Szenario, welches ein ERP-System verhindern kann.

Inwiefern hilft also eine ERP-Lösung?

  1. Das Programm verwaltet alle Daten und stellt diese den zugriffsberechtigten Personen in Echtzeit zur Verfügung. Dadurch ist abteilungsübergreifendes Arbeiten möglich.
  2. Es behält den Warenbestand im Blick und teilt dem Onlineshop-Betreiber mit, wenn dieser zur Neige geht. Dadurch kann man sowohl potenzielle Engpässe als auch Überbestellungen verhindern.
  3. Gleichzeitig sorgt die Software für einen reibungslosen Datenaustausch zwischen den Kunden, Lieferanten und innerhalb des Unternehmens.
  4. Das Personal wird je nach Bedarf entsprechend aufgeteilt, um eine gleichmäßige Auslastung zu garantieren.
  5. Eine schnelle und vollständige Fakturierung ist möglich.

Bestandteile eines ERP-Systems
BEstandteile eines ERP-Systems (©WIN12_ET_shutterstock.com)

Welche Bereiche ein ERP-System sonst noch umfasst sowie die relevantesten Vorteile und Möglichkeiten erhält man hier.

Vorhandene ERP-Systeme modernisieren

Enterprise-Resource-Planing-Lösungen sind nur dann hilfreich, wenn sie jederzeit den Anforderungen entsprechen und sowohl sauber als auch genau arbeiten. Das ist nur möglich, wenn Shop-Betreiber keine veralteten Systeme benutzen. Nur dann können sie gewährleisten, dass alle Prozesse langfristig reibungslos laufen.

Es ist zum Beispiel möglich, dass eine Komplettlösung am Anfang die richtige Wahl war. Diese bieten in der Regel einen großen Funktionsumfang. Doch gerade in der Anfangsphase schöpft man vielleicht nicht alle Komponenten restlos aus – Unternehmer bezahlen also für Leistungen, die sie gar nicht benötigen. Oftmals kann es aber auch passieren, dass ein Programm durch die komplexer und spezifischer werdenden Strukturen einfach nicht mehr mithalten kann. Spätestens dann muss man die Modernisierung des ERP-Systems in Angriff nehmen.

Branchenlösungen können manchmal die bessere Wahl sein. Sie beinhalten speziell auf den Bereich zugeschnittene Funktionen und sind meistens billiger als Komplett-Pakete. Im Rahmen der Digitalisierung wird zudem der Ruf nach mehr Flexibilität lauter. Daher umfasst das Angebot mittlerweile sogenannte Cloud-ERPs. Diese bieten den enormen Vorteil, dass der Käufer die einzelnen Komponenten individuell nach seinen eigenen Bedürfnissen zusammenstellen kann. Außerdem benötigen alle Mitarbeiter lediglich eine stabile Internetverbindung, um von überall auf der Welt auf vorhandene Daten zugreifen zu können. Welche Optionen Onlineshop-Betreiber haben, erfahren sie in diesem Artikel.


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