Existenzgründung
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Ideen für Onlineshop, Onlineshop-Strategie

Ideen für einen Onlineshop

Das Internet ist heute einer der wichtigsten Kanäle, um Produkten und Dienstleistungen verkaufen. Die Anzahl der Menschen, die online einkaufen, wächst auch nach mehr als 20 Jahren Internet immer noch. Im Jahr 2013 wurden bereits ca. 34,3 Milliarden Euro im Online-Handel umgesetzt. Auch hier erwarten Analysten, dass die Umsätze in den kommenden Jahren weiter stark wachsen werden. Die Gründe für den Erfolg des Online-Handels liegen auf der Hand: Bestellungen können zu jederzeit bequem an nahezu jedem Ort der Welt getätigt werden.


Auch heute entstehen immer noch eine Vielzahl an Onlineshops. Dabei reicht die Produktpalette der angebotenen Waren von alltäglichen Standardprodukten bis hin zu Nischenprodukten, die in einem stationären Handel kaum Absatz finden würden. Diese Gründe führen daher bei vielen Menschen zu dem Wunsch, mit einem eigenen Onlineshop ins unternehmerische Abenteuer aufzubrechen. Auch hier ist der große Vorteil gegenüber einen Ladengeschäft, dass ein Onlineshop mit bedeutend geringerem Aufwand aufgebaut werden kann. Zudem sind die Risiken – bei genauer Planung – häufig auch geringer. Die Kernfrage die sich jedoch jeder Onlineshop-Gründer fragt ist, mit welcher Idee und mit welchen Produkten er oder sie an den Start gehen will.



Die Grundbausteine der Idee

Mit der bloßen Idee einfach einen Onlineshop aufzubauen, ist es sicherlich nicht getan. Zu einer guten Idee gehört nicht nur die Willensbekundung etwas zu tun, sondern vielmehr die Formulierung eines Leitbildes. Das kann durchaus mit einer Frage beginnen, wie z.B.: „Welche Produkte will ich welcher Zielgruppe mit welcher Strategie anbieten?“. Die anzubietenden Produkte ergeben noch lange keine gute Idee, wenn Sie sich nicht im Klaren darüber sind,

  • wie sie die Produkte anbieten wollen,
  • wie Sie sich von Ihrer Konkurrenz unterscheiden wollen
  • wie sie die Prozesse (z.B. Versand, Buchhaltung etc.) organisieren wollen und
  • wie Sie von Ihren Kunden schließlich gefunden werden und zum Kauf ihrer Produkte überzeugen wollen
.


Angebote und Produkte im Onlineshop

Die Produktarten und die Produktvielfalt stellen meistens den ersten Ansatzpunkt der Idee dar. Wollen Sie z.B. ein ganzes Produktsortiment verkaufen oder nur einzelne Teile eines Sortiments? Anders formuliert könnte man auch fragen, ob Sie viele oder eher wenige Produkte in Ihrem Sortiment aufnehmen wollen. Ein Beispiel: Wenn Sie handwerklich begabt sind, könnte es Ihnen in den Sinn kommen auch Handwerkerprodukte zu verkaufen. Das kann z.B. ein Komplettsortiment für den Sanitärbereich (großes Sortiment), ein Spezialshop für z.B. Schrauben (kleines Sortiment) oder selbst hergestellte Produkte (z.B. Holzprodukte) sein.


Bei der Wahl des Produktsortiments wird sicherlich auch die Höhe der möglichen Anfangsinvestitionen eine Rolle spielen. Viele Online-Shops beginnen beispielsweise mit einem zunächst kleinen Sortiment und bauen Ihre Produktvielfalt nach und nach auf.


Einen ebenfalls wichtigen Einfluss bei der Auswahl der Produkte spielt meistens die Beschaffung dieser, d.h. wie sie entsprechende Zulieferer bzw. Hersteller finden. Die Frage ist, ob Sie die Produkte beispielsweise günstig aus dem Ausland importieren und in Deutschland mit entsprechender Marge verkaufen können oder ob Sie im Inland günstig an ihre Produkte oder Rohstoffe herankommen. Auch könnten Sie bestehende Standortvorteile ausnutzen, weil eventuell ein Hersteller in Ihrer direkten Nähe ist und Sie dadurch kaum Transportkosten hätten, was Ihnen wiederum einen klaren Preisvorteil verschaffen kann.


Service und Kundenbindung

Einen Teil Ihrer Idee einen Online-Shop gründen zu wollen, kann auch die Art des Services bzw. die Art der Kundenbindung bilden. Diese beiden Punkte können dabei helfen, dass Sie sich von einem Konkurrenz-Shop abheben. Wenn Sie beispielsweise mit erklärungsbedürftigen Produkten handeln möchten, könnte es durchaus Sinn machen, Ihren Kunden eine kostenlose telefonische Beratung anzubieten. Eine Reihe von Onlineshops bieten mittlerweile auch Live-Chats an, um den Kunden direkt beim Besuch der Seite zu beraten. Viele Menschen sind im Übrigen auch bereit, für guten Service etwas mehr Geld auszugeben. Gute Beratung spricht sich zudem herum und beschafft Ihnen im optimalen Fall weitere Kunden.


Gleiches gilt für die Kundenbindung. Ihre bereits gewonnen Kunden sollten natürlich auch gepflegt werden. Ein gutes Vertrauen zwischen Händler und Kunden kann ein klarer Erfolgsfaktor sein. Eine Frage sollte daher sein, wie sie es nachhaltig schaffen ihre Kunden davon zu überzeugen, immer wieder bei Ihnen zu kaufen.


Die Strategie

Ihr Shop steht und fällt mir Ihrer Strategie. Zur Strategie zählt unter anderem, wie Sie es schaffen wollen, Besucher bzw. potentielle Kunden auf Ihren Onlineshop zu lotsen. Sie sollten sich zumindest am Anfang im Groben darüber Gedanken machen, wie Sie Ihr Marketing gestalten wollen. Wollen Sie beispielsweise Geld in die Hand nehmen und einen Experten mit Suchmaschinenoptimierung beauftragen und zusätzlich in sozialen Netzwerken Kunden gewinnen? Übrigens: Auch die Form und Durchführung einer cleveren Marketingstrategie kann ein Kernelement einer Idee sein. Einige Onlineshop setzen bei der Bewerbung ihrer Produkte z.B. auf Social Media und versuchen mehr oder weniger dialogorientiert zu verkaufen.


Im Marketing gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie man Besucher auf seinen Onlineshop leiten kann. Allerdings sollte die Marketingplanung nicht nur die Bewerbung des Shops enthalten. Wichtig ist auch, mit welchen Maßnahmen man es schaffen will, dass die Besucher im Shop letztendlich Ihre Produkte kaufen.


Ein weiterer Ansatz die Produkte zu vertreiben, ist die aktive Teilnahme an Online-Marktplätze wie Amazon oder Ebay. Der Vorteil solcher Marktplätze ist es, dass diese bereits eine Vielzahl an Kunden haben und das Vertrauen entsprechend hoch ist, dort Produkte zu kaufen.


Ein Teil der Marketingstrategie sollte auch die technische und gestalterische Realisierung Ihres Webshops umreißen. Wollen Sie für die Produktpräsentation eher ein schlichtes Design nutzen, um z.B. seriös und kompetent zu wirken, oder eher ein markantes und auffälliges Design um Ihren Kunden zu signalisieren, dass Ihre Produkte die günstigsten sind? Zum technischen Part gehört vor allem, welches Shopsystem und für welchen Webhoster Sie sich entscheiden wollen. Falls Sie sich mit Einrichtung eines Onlineshops gar nicht auskennen, ist es auch wichtig, welche Art von Dienstleister Sie beauftragen wollen.


Das Budget und die Finanzierung

Je nachdem wie gut Ihre technischen Kenntnisse sind, wird Ihr Onlineshop beim Aufbau Geld kosten. Das kann im besten Falle die Auswahl eines Webhoster bzw. der Kauf der Domain sein. Viele Gründer begnügen sich auch mit dem Erwerb eines Mietshops, bei dem die Kosten und vor allem der Aufwand bei der Einrichtung deutlich reduziert sind. Mietshops sind zum Teil schon ab unter 10,00 EUR im Monat zu haben. Die Frage dabei wird stets sein, ob diese Lösungen Ihren Ansprüchen genügen, denn auch bei den Mietshops gibt es mitunter gewaltige Qualitätsunterschiede.


Einen Kernpunkt wird Ihre Produktpalette sein. Wenn Sie Ihre Produkte z.B. selbst einkaufen und lagern wollen, dann fallen zwangsläufig Anfangsinvestitionen an. Einige Großhändler und Lieferanten bieten auch an Produkte von dort aus direkt zu Ihren Kunden zu versenden. Sollten Sie sich für eine eigene Lagerhaltung entscheiden, wird die Art der Produkte selbstverständlich Ihre Anfangsinvestition bestimmen. Elektronische Produkte wie z.B. Notebooks haben sicherlich höhere Anschaffungskosten als Schrauben.


Wer nur über wenig eigenes Geld verfügt oder sich im engeren Bekanntenkreis beschaffen kann, wird zudem über eine Finanzierung nachdenken müssen.


Wer nur über wenig eigenes Geld verfügt oder sich im engeren Bekanntenkreis beschaffen kann, wird zudem über eine Finanzierung nachdenken müssen. Vor allem dann, wenn großer Investitionsbedarf oder sogar Beratungsbedarf besteht.


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Kommentare zum Thema

onlineshop-basics | 03.04.2013 10:29

Ob das immer viele Gründer sind, mag ich bezweifeln. Die Preiskampf-Gründer tummeln sich meiner Ansicht meist auf den Marktplätzen wie Ebay und Amazon.

Es sind denke ich eher die erfahreneren Händler, die einen Preiskampf beginnen, um die neue Konkurrenz loszuwerden.


p.mue | 01.04.2013 06:19

Es muss in der Tat nicht immer eine innovative Idee sein. Manchmal reicht es schon aus einem anderen Shop Konkurrenz zu machen, in dem man einen besseren Service bietet. Mir fällt nur auf, dass viele Gründer immer in den Preiskampf gehen wollen und sich dann wundern dass sie in ein paar Jahren krachen gehen. Nur Preis ist halt auch nicht alles.



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