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Domain für Onlineshop, Shopdomain, Domainname, Domainregistrierung

Der passende Domainnamen für einen Onlineshop

Für Onlineshop-Betreiber gibt es viele Stellschrauben, die den Erfolg des Unternehmens bestimmten können. Neben den zu planenden Marketingmaßnahmen oder den technischen Umsetzungen gehört die Auswahl eines passenden Domainnamens dazu. Wer einige Minuten mit der Suche einer Domain beginnt, wird feststellen, dass viele Namen bereits reserviert sind. Doch auch wenn die Entscheidung des Namens der Website schwierig ist, sollten einige grundlegende Dinge beachtet werden. Schließlich ist der Domainname des Webshops nicht nur ein belangloser Name, sondern die Marke, die es aufzubauen gilt.


Bausteine für einen guten Domainnamen

Bestandteile einer Domain

Der Vollständigkeit halber klären wir kurz darüber auf, was eine Domain ist und woraus diese besteht. Eine Domain ist im Internet ein eindeutiger Name, der bei einer Vergabestelle registriert wird. Eine Domain besteht aus mindestens einem Namen (second-level-Label) und der so genannten Top-Level-Domain (z.B. .de, .com., .info oder .org). Meistens, und bei vielen Onlineshops auch üblich, werden diese um ein weiteres Element, dem third-level-label (in der Regel www), erweitert.




Gute Domain, schlechte Domain

Ein guter Domainname sollte einprägsam für einen Besucher, passend für die jeweilige Zielgruppe und nach Möglichkeit zeitlos sein. Optimal sind außerdem kurze Wörter, da diese sich leichter merken lassen als lange. Für einen Onlineshop, der im Bereich Tiernahrung erfolgreich sein möchte, wäre www.futter.de eine deutlich bessere Alternative als www.premium-tierfutter-shop.de.


Bei der Wahl des Namens muss zunächst entschieden werden, ob ein Kunstwort oder ein spezifisches Keyword verwendet werden soll. Klare Keywords, die den Zweck des Onlineshops direkt verdeutlichen, sind natürlich optimal, aber heute kaum noch zu bekommen. Meist werden daher Keywords mit einem Kunstwort oder mit Keywords, die anderen Wortbestandteilen beschreiben, ergänzt. Für unser Beispiel mit dem Tierbedarf wären also futterparadies oder futterplatz durchaus praktisch. Ein möglicher Kunde würde einen solchen Namen sicherlich als relevanten Onlineshop einstufen. Auch lassen sich diese Domains recht gut vermarkten – die Domains sind recht kurz, einprägsam und erzeugen im Kopf ein direktes Bild, was zu erwarten ist.

Wer ein Kunstwort verwenden will, sollte bedenken, dass mitunter etwas mehr Arbeit in das Marketing bzw. Imagebildung investiert werden muss. Auch schwebt die Gefahr mit, dass Kunden mit der Domain nichts anfangen können. Den Bekleidungsshop Zalando kennt heute jeder. Der Name als solcher lässt erst mal kein Schluss darauf zu, dass es sich um einen Onlineshop für Mode handelt. Erst durch viele Millionen Euro an Marketingausgaben, konnte schließlich eine Marke mit großer Bekanntheit geschaffen werden. Man muss jedoch anerkennen, dass der Name kurz und einprägsam ist.

Lange und hintereinander gereihte Wörter sollten prinzipiell vermieden werden. Lange Wortkonstruktionen wie z.B. www.billiges-tierfutter-kaufen.de sieht man dennoch gelegentlich. Die Vermarktung und Imagebildung ist jedoch meist sehr viel schwieriger. Auch wenn ein solcher Name einem Kunden direkt offenbart, was unter der Domain zu erwarten ist, zeugt ein solcher Name nicht von besonders viel Kreativität und Vertrauen. Möglicherweise lassen sich sehr preissensible Kunden von einem solchem Domainnamen auf einen Besuch ein, eine dauerhafte und breit gefächerter Stammkundschaft damit zu ködern, könnte sich jedoch als schwierig erweisen.


Domainnamen in die Marketingstrategie einbinden

Ein gut gewählter Domainname kann das Marketing entsprechend beflügeln. Für Shopbetreiber spielen Suchmaschinen beispielsweise eine sehr große Rolle. Derzeit spielt es bei allen wichtigen Suchmaschinen daher auch eine kleinere Rolle, welchen Domainnamen der jeweilige Onlineshop hat. Enthält die Domain beispielsweise relevante Keywords, so kann sich dies unter Umständen positiv auf das Ranking auswirken. Mittelfristig soll die Relevanz von Keywords in Domains nur noch eine sehr untergeordnete bzw. gar keine Rolle mehr einnehmen. Wer heute einen Shop aufbaut oder von Grund auf erneuert, kann jedoch davon noch durchaus profitieren.


Auch für weitere Marketingaktionen kann ein gut gewählter Name für eine bessere Klickperformance sorgen. Klingt ein Name interessant, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass potentielle Neukunden eine Seite besuchen. Soll später beispielsweise Affiliate-Marketing wichtig sein, so ist nicht nur die Gestaltung eines Banners wichtig, sondern eben auch der Klang, die Lesbarkeit und Wahrnehmbarkeit der Shopadresse.


Die Wahl der Top-Level-Domain

Da viele Domainnamen in den meist bevorzugten Top-Level-Domains (.de und .com) bereits vergeben sind, weichen einige Shopbetreiber auf mitunter unbekannte aus. Bei der Wahl des jeweiligen letzten Kennzeichners muss der Aspekt Vertrauensbildung und Glaubwürdigkeit beachtet werden. Einen Onlineshop der auf de odercom endet, ist den meisten Internetnutzern bekannt. Unbekanntere Top-Level-Domains (TLD) wie .biz oder TLDs aus deutschsprachigen Nachbarländern wie .at oder .ch sollten nach Möglichkeit vermieden werden, da viele Kunden von solchen Domains andere Erwartungen haben.


Insofern ein Onlineshop mit einer .de – Domain bereits existiert, dürften bei Wahl einer fremden Top-Level-Domain mit gleichem Namen außerdem rechtliche Risiken bestehen.


Fremde Meinung einholen

Auch wenn es trivial klingt, ist die Meinung von Dritten meist sehr wertvoll. Man selbst kann vom gefundenen Namen begeistert sein. Leider muss diese subjektive Meinung nicht auf die Allgemeinheit zutreffen. Externe Menschen bzw. vertraute Bekannte sollten daher als Versuchskaninchen herhalten, um den gewählten Domainnamen zu validieren. Wenn 9 von 10 Meinungen schlecht sind, sollte der Name eventuell überdacht werden.


Die rechtliche Situation

Domainnamen vorher rechtlich überprüfen

Rechtlich gibt es vor der Domainregistrierung vor allem drei wesentliche Dinge zu beachten: Markenrecht, BGB und Wettbewerbsrecht. Eine Vorprüfung, ob das Markenrecht eines Dritten verletzt wird, lässt sich durch die Suche in Suchmaschinen sowie durch die Recherche amtlicher Datenbanken vornehmen. Letzteres lässt sich recht einfach durch die Datenbank des Deutschen Patent- und Markenamt realisieren.


Auch wenn der gewünschte Domainname für den zukünftigen Onlineshop keinerlei markenrechtliche Belange verletzt, so sollten wettbewerbsrechtliche Probleme vermieden werden. Gleiche Domainnamen mit unterschiedlicher Toplevel-Domain oder ähnliche Namen, die eine Verwechslung mit bisher bestehenden Webshops nicht ausschließlichen, sollten nicht registriert werden oder zumindest mit einem Anwalt besprochen werden. Bekommt der Shopinhaber von www.shopabc.de mit, dass ein anderer Wettbewerber unter der Domain www.shopabc.com Produkte verkauft, so würden höchstwahrscheinlich rechtliche Konsequenzen in Form einer Unterlassung zu erwarten sein.


Auch der Namenschutz, welcher im § 12 BGB geregelt ist, sollte zur Kenntnis genommen werden.


Bereits registrierte Domains kaufen

Was gibt es beim Kauf von Domains zu achten?

Mitunter hat man einen passenden Namen gefunden, der zwar registriert ist aber zum Verkauf steht. Einige Domainanbieter haben teilweise ein riesiges Portfolio an Domainadressen in unterschiedlichen Preiskategorien. Es mag durchaus verlockend sein, den gewünschten Namen für einige wenige Hundert Euro zu erwerben. Wer jedoch keinerlei Ahnung hat, wie sich der Wert einer Domain bemisst, der sollte sich entweder extern Hilfe beschaffen oder lieber eine neue Domain wählen.


Es kann nämlich durchaus sein, dass die angebotene Domain schlichtweg wertlos ist. Dies ist meist dann der Fall, wenn der vorherige Seitenbetreiber diese sprichwörtlich verbrannt hat. Das kann dann passieren, wenn auf dieser Seite vorher Keywordspam betrieben wurde oder die Seite die Nutzerrichtlinien von Google schlichtweg ignoriert hat. Solche Domains wieder zum Leben erwecken, kann ein schwieriges Unterfangen werden, und zwar vor allem dann, wenn die eigenen Kenntnisse in Sachen Onlinemarketing eher rudimentär sind.


Über Seiten wie archive.org lassen sich die Historien von Webseiten recherchieren. Auch sollte geprüft werden, ob die Seite im Google-Index ist, oder, ob Hinweise zu erkennen sind, wie die Seite früher genutzt wurde. Hält die Domain einer umgehenden Prüfung stand, kann ein Kauf erwogen werden. Das Nutzen und Kosten sich die Waage halten sollten, setzen wir an dieser Stelle voraus. Frisch gebackene Shopeinsteiger sollten hohe Beträge für Domains nur dann zahlen, wenn das komplette E-Commerce-Projekt gut durchgeplant ist.





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